erektile Dysfunktion (Impotenz)

(Definition, Diagnostik und Therapie)

 

Definition: Unter erektiler Dysfunktion (Impotenz) versteht man die vollständige oder teilweise Unfähigkeit, eine für einen befriedigenden Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion (Versteifung) des Penis zu erreichen und aufrecht zu erhalten.

Die Folgerung, bei bestehenden nächtlichen Erektionen würde eine psychogene Impotenz vorliegen, ist falsch, da die nervliche Versorgung bei nächtlichen Erektionen anders ist, als bei den Erektionen, die zu einem befriedigenden Geschlechtsverkehr führen.

Diagnostik: Bei der Erstvorstellung des Patienten wird zunächst die sog. Anamnese erhoben. Hierbei wird nach Vorerkrankungen, zurückliegenden Operationen oder Unfällen, vorzeitiger Samenerguss ( Ejaculatio praecox), bestehenden Medikamenteneinnahmen etc. erfragt.

Darauf erfolgt eine Labor- Basisdiagnostik, wobei standardmäßig zumindest das Testosteron abgenommen wird.

 

Der Farbdoppler mißt darauf schmerzlos die Spitzengeschwindigkeit der Schwellkörperarterien. Spitzengeschwindigkeiten unter 25-30cm/s beweisen eine arterielle Durchblutungsstörung des Penis, wie sie z.B. bei einer Arteriosklerose der Penisarterien vorkommen kann.

 

Therapie:Wenn alle Untersuchungsergebnisse vorliegen wird mit dem Patienten die Ursache der erektilen Dysfunktion und die spezifisch erforderliche Therapie besprochen. Da die Ursache der Impotenz stets individuell unterschiedlich ist, kann keine allgemeine Empfehlung gegeben werden. Selbst die oral zu verabreichenden Medikamente weisen unterschiedliche Wirkprofile auf, was bei der Verordnung der Medikamente unbedingt mit zu berücksichtigen ist.

Kommen Sie doch einfach mal vorbei, keine Angst. Die erektile Dysfunktion ist ein "Problem", das viele Männer betrifft und häufig kann geholfen werden!

 

 

Krebs-Vorsorgeuntersuchung 

Die Vorsorgeuntersuchung des Mannes ist eine extrem wichtige hoch spezialisierte Untersuchung und gehört in die Hand eines Spezialisten, dem Urologen.

Nach dem Gesetz steht jedem Mann ab dem 45. Lebensjahr einmal jährlich die Krebs-Vorsorgeuntersuchung zu. Nur ca. 15% aller Männer nutzen diese äußerst wichtige Möglichkeit. Jährlich erkranken in Deutschland ca. 40.000 Männer neu am Prostatakrebs. Leider sterben noch jedes Jahr in Deutschland ca. 11.000 Männer an diesem bösartigen Tumor. Bei rechtzeitiger Entdeckung könnte der Prostatakrebs in den meisten Fällen geheilt werden. Hierzu ist der PSA-Blutwert ein wichtiges Bestandteil in der Krebsvorsorge. Typische Frühsymptome dieser Krebsart gibt es nicht. Nur die regelmäßige genaue jährliche Vorgeuntersuchung kann Frühstadien einer Erkrankung entdecken. In den letzten Jahren hat sich die Untersuchung weiter spezialisiert, so dass die einfache rektale Untersuchung der Prostata mit evtl. Blutabnahme des PSA Wertes alleine als unzureichend gelten muß. Der Urologe ist z.B. bezüglich der rektalen Untersuchung und der Interpretation des PSA Wertes spezialisiert und kann durch eine direkte transrektale Ultraschalluntersuchung der Prostata einen möglichen verdächtigen Befund weitere wichtige Informationen erhalten.

Bei der Vorsorgeuntersuchung wird neben der Überprüfung des äußeren Genitale auch die Prostata vom Enddarm her getastet. Sinnvoll ist bei der Vorsorgeuntersuchung noch eine zusätzliche Bestimmung des sog. "PSA-Wertes", der durch eine Blutabnahme erfolgt. Dieser Blutwert kann die rechtzeitige Diagnose einer möglichen Prostatakrebeserkrankung deutlich steigern. Leider ist diese Blutuntersuchung in der Vorsorge keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse, so dass der Patient diese Untersuchung mit ca. 20,00€ selbst zu zahlen hat. Jedoch erhalten Sie dafür eine erhebliche höhere Sicherheit. Weitere Informationen zum PSA-Wert sind auf der Seite "Aktuelles--PSA" zu erhalten.

Ab dem 50. Lebensjahr erfolgt in der Vorsorgeuntersuchung noch ein zusätzlicher Test auf verstecktes Blut im Stuhl. Hierzu erhalten Sie von mir ein entsprechendes Testkärtchen. Ab dem 55 Lebensjahr können Männer alle 10 Jahre bei sich eine zusätzliche eine Darmspiegelung durchführen lassen, was ebenfalls die Sicherheit in der Vorsorgeuntersuchung noch weiter erhöht.

Nutzen Sie die Krebsvorsorgeuntersuchung!!! Ein Prostatakrebs ist heilbar, vorausgesetzt, dass die Diagnose rechtzeitig erfolgt!

 

  Krebs nein danke:

zehn einfache Regeln wie Sie sich selbst schützen können:

1. Rauchen Sie nicht.

2. Vermeiden Sie Übergewicht.

3. Bewegen Sie sich täglich.

4. Essen Sie mehr frisches Obst und Gemüse.

5. Trinken Sie nur wenig Alkohol.

6. Schützen Sie Ihre Kinder und sich selbst vor der Sonne.

7. Schützen Sie sich vor krebserregenden Stoffen.

8.Gehen Sie zur Krebs- Früherkennungsuntersuchung.

9. Nutzen Sie die Darmkrebs-Vorsorge.

10. Lassen Sie sich gegen Hepatitis B impfen

IPSS Prostata-Selbstkontrolle


Mit dem Internationalen Prostata-Symptomen-Score (IPSS ) werden die Patienten subjektiv empfundenen Symptome der Prostatavergrößerung erfaßt. Bitte drucken Sie den Fragebogen aus und kreutzen die Punkte an, die für Sie zutreffen.

 

Klicken Sie bitte hier für den Fragebogen

 

Ergebnis des Fragebogens (Summe aller angekreutzen Punkte)

IPSS 0-7: Sie haben milde oder gar keine Symptome. Mit Ihrer Prostata dürfte alles in Ordnung sein. Falls Sie älter als 45 Jahre sind, gehen Sie trotzdem einmal im Jahr zur Krebsfrüherkennung zum Urologen.

IPSS 8-19: Sie haben mittelgradige Symptome. Der Grund für Ihre Beschwerden könnte eine Prostataerkrankung sein. Sprechen Sie bitte mit Ihrem Urologen und zeigen Sie Ihm das Ergebnis.

IPSS 20-35: Sie leiden an schweren Symptomen. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Urologen und zeigen Sie ihm das Ergebnis.

 

letzte Aktualisierung 08.01.11




Aktuell

- Impotenz, Krebsvorsorge, "Krebs nein danke", IPSS (Prostata-Selbsttest)

- PSA (Prostata spezifisches Antigen)

- Vasektomie (Sterilisation des Mannes)

- Was ist eigentlich Andrologie?

 

 

 

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